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EIN MAGAZIN. VIELE PERSPEKTIVEN.02. November 2026
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Lifestyle

Wie pflegt man trockene Haut im Winter richtig?

6 Min. Lesezeit

Wenn die Temperaturen sinken, fühlt sich die Haut oft plötzlich rau, gespannt oder schuppig an. Viele Menschen in der Schweiz kennen das: draussen kalte Luft, drinnen trockene Heizungsluft, dazu häufiges Händewaschen und heisse Duschen. Wie pflegt man trockene Haut im Winter richtig? Entscheidend ist eine sanfte, konsequente Routine, die Feuchtigkeit spendet, Fett ergänzt und die Hautbarriere schützt.

Warum trocknet die Haut im Winter schneller aus?

Im Winter arbeitet die Haut unter erschwerten Bedingungen. Kalte Luft enthält weniger Feuchtigkeit, und beheizte Innenräume trocknen die Umgebung zusätzlich aus. Dadurch verliert die Haut leichter Wasser. Gleichzeitig produziert sie bei Kälte oft weniger Talg. Dieser natürliche Fettfilm ist aber wichtig, damit Feuchtigkeit in der Haut bleibt.

Typische Anzeichen sind Spannungsgefühl nach dem Waschen, raue Stellen an Wangen, Schienbeinen oder Händen, feine Schüppchen und manchmal Juckreiz. Besonders betroffen sind Menschen mit empfindlicher Haut, reifer Haut oder einer Neigung zu Ekzemen. Auch häufiges Desinfizieren, Wind beim Wintersport oder lange Aufenthalte in trockenen Büros können die Haut zusätzlich belasten.

Wichtig ist: Trockene Haut ist nicht einfach nur ein kosmetisches Thema. Ist die Hautbarriere geschwächt, reagiert sie schneller gereizt. Deshalb sollte Winterpflege nicht aggressiv, sondern beruhigend und schützend sein.

Wie pflegt man trockene Haut im Winter richtig? Die wichtigsten Grundlagen

Eine gute Winterroutine besteht aus drei einfachen Schritten: mild reinigen, Feuchtigkeit zuführen und die Haut mit rückfettenden Inhaltsstoffen schützen. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Produkte zu verwenden, sondern die passenden.

Sanft reinigen statt austrocknen

Reinigung ist wichtig, sollte die Haut aber nicht entfetten. Stark schäumende Produkte, alkoholhaltige Gesichtswasser oder Peelings mit groben Körnchen können trockene Winterhaut zusätzlich reizen. Besser sind milde Reinigungsmilch, Reinigungsöl, Balsam oder ein sanftes Waschgel ohne starkes Spannungsgefühl danach.

Beim Duschen gilt: lauwarm statt heiss. Eine heisse Dusche fühlt sich im Winter angenehm an, entzieht der Haut aber Fett. Auch lange Badezeiten können austrocknen, besonders wenn danach keine Pflege aufgetragen wird.

Für Gesicht und Körper helfen diese Grundregeln:

  • Gesicht morgens nur mit Wasser oder einem sehr milden Reiniger säubern, wenn die Haut schnell spannt.
  • Duschzeit kurz halten und lauwarmes Wasser verwenden.
  • Nach dem Waschen die Haut nur sanft trocken tupfen, nicht rubbeln.
  • Pflege möglichst direkt nach Dusche oder Reinigung auftragen, solange die Haut noch leicht feucht ist.

Feuchtigkeit und Fett richtig kombinieren

Trockene Haut braucht meist beides: Feuchtigkeit und Lipide. Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Glycerin, Urea in geeigneter Konzentration, Hyaluron oder Panthenol helfen, Wasser in der Haut zu binden. Rückfettende Bestandteile wie Pflanzenöle, Ceramide, Sheabutter oder Squalan unterstützen die Hautbarriere.

Eine leichte Feuchtigkeitscreme kann im Sommer genügen, ist im Winter aber oft zu wenig. Dann darf die Textur reichhaltiger sein. Wer zu Unreinheiten neigt, muss trotzdem nicht auf Pflege verzichten. Eine nicht zu schwere Creme oder eine Kombination aus Serum und Barrierecreme kann angenehmer sein.

Für sehr trockene Stellen an Händen, Ellbogen oder Schienbeinen eignen sich reichhaltige Salben oder Cremes. Bei rissiger Haut sollte auf Duftstoffe und reizende Zusätze möglichst verzichtet werden.

Die passende Pflegeroutine für Gesicht, Körper und Hände

Eine Winterroutine muss alltagstauglich sein. Sie funktioniert am besten, wenn sie morgens schützt und abends repariert.

Morgens darf die Pflege die Haut auf Kälte, Wind und trockene Raumluft vorbereiten. Nach der milden Reinigung kommt eine feuchtigkeitsspendende Schicht, danach eine Creme, die die Hautbarriere stärkt. Auch im Winter ist Sonnenschutz sinnvoll, besonders in den Bergen, bei Schnee oder längeren Aufenthalten im Freien. Schnee kann Licht reflektieren, und die Höhenlage verstärkt die Belastung für die Haut.

Abends steht Regeneration im Vordergrund. Make-up, Sonnenschutz und Schmutz sollten sanft entfernt werden. Danach kann eine reichhaltigere Creme oder ein Pflegebalsam helfen, Spannungsgefühl über Nacht zu lindern.

Die Hände brauchen im Winter besondere Aufmerksamkeit. Sie werden oft gewaschen, sind Kälte ausgesetzt und haben weniger Talgdrüsen als andere Körperstellen. Eine Handcreme nach jedem Waschen ist ideal, zumindest aber mehrmals täglich. Für draussen helfen Handschuhe, bevor die Hände auskühlen.

Eine einfache Winterroutine kann so aussehen:

  • Morgens: mild reinigen, Feuchtigkeitsserum oder leichte Pflege auftragen, reichhaltige Creme verwenden, bei Bedarf Sonnenschutz ergänzen.
  • Tagsüber: Hände nach dem Waschen eincremen, Lippenpflege verwenden, bei Kälte Handschuhe und Schal tragen.
  • Abends: sanft reinigen, beruhigende Creme auftragen, sehr trockene Stellen punktuell mit Balsam pflegen.

Inhaltsstoffe, die trockener Winterhaut guttun

Bei trockener Haut lohnt sich ein Blick auf die Zusammensetzung. Nicht jeder teure Tiegel ist automatisch besser. Entscheidend ist, ob die Formulierung zur eigenen Haut passt.

Bewährt sind Inhaltsstoffe, die Feuchtigkeit binden und die Barriere unterstützen. Glycerin ist ein klassischer Feuchthaltefaktor und in vielen Cremes gut verträglich. Panthenol kann beruhigend wirken und ist bei gereizter Haut beliebt. Ceramide sind natürliche Bestandteile der Hautbarriere und können helfen, ein angenehmeres Hautgefühl zu unterstützen. Urea kann bei rauer Körperhaut sehr hilfreich sein, sollte im Gesicht oder bei rissiger Haut aber vorsichtig eingesetzt werden, weil es manchmal brennen kann.

Duftstoffe sind nicht grundsätzlich problematisch, können empfindliche Winterhaut aber reizen. Wer im Winter stärker reagiert als sonst, fährt mit parfumarmen oder parfümfreien Produkten oft besser. Auch häufige Produktwechsel können die Haut irritieren. Es ist sinnvoll, eine neue Pflege einige Tage zu beobachten, statt jeden Tag etwas anderes zu testen.

Bei Lippen gilt: Speichel trocknet zusätzlich aus. Häufiges Ablecken verschlimmert rissige Lippen oft. Eine schützende Lippenpflege mit rückfettenden Bestandteilen ist hier hilfreicher.

Alltagsfehler, die trockene Haut verstärken

Viele Gewohnheiten wirken harmlos, können trockene Haut im Winter aber verschlimmern. Dazu gehören sehr heisses Duschen, aggressive Seifen, zu häufige Peelings und das Auslassen der Pflege nach dem Waschen. Auch trockene Luft im Schlafzimmer kann dazu führen, dass die Haut morgens stärker spannt.

In Schweizer Wohnungen ist die Heizung im Winter oft lange in Betrieb. Regelmässiges Lüften und eine angenehme Raumtemperatur können das Hautgefühl unterstützen. Wer sehr trockene Schleimhäute und Haut bemerkt, kann auch die Luftfeuchtigkeit im Raum beobachten. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um ein Klima, das sich nicht dauerhaft trocken anfühlt.

Kleidung spielt ebenfalls eine Rolle. Wolle direkt auf empfindlicher Haut kann kratzen und Juckreiz fördern. Eine weiche Baumwollschicht darunter macht Winterkleidung oft verträglicher.

Wann sollte trockene Haut ärztlich abgeklärt werden?

Normale Wintertrockenheit lässt sich meist mit konsequenter Pflege verbessern. Ärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn die Haut stark juckt, nässt, blutet, schmerzt oder entzündet aussieht. Auch wiederkehrende Risse, Ekzeme oder Ausschläge sollten abgeklärt werden, besonders bei Kindern oder Menschen mit bekannten Hauterkrankungen.

Wenn eine Creme stark brennt oder sich der Zustand verschlechtert, sollte sie abgesetzt werden. Trockene Haut kann viele Ursachen haben, darunter auch Hauterkrankungen oder medizinische Faktoren. Eine Fachperson kann beurteilen, ob eine spezielle Behandlung nötig ist.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte man trockene Haut im Winter eincremen?

Trockene Haut profitiert meist von Pflege morgens und abends. Hände dürfen häufiger eingecremt werden, besonders nach dem Waschen oder Desinfizieren.

Ist Öl allein gut gegen trockene Winterhaut?

Öl kann die Haut geschmeidiger machen, ersetzt aber nicht immer Feuchtigkeit. Am besten wirkt es oft über einer feuchtigkeitsspendenden Pflege.

Sollte man im Winter auf Peelings verzichten?

Nicht unbedingt, aber sehr vorsichtig. Bei schuppiger, gereizter Haut sind milde Produkte und längere Abstände sinnvoller als häufiges Rubbeln.

Welche Pflege eignet sich für trockene Haut beim Skifahren?

Beim Skifahren braucht die Haut Schutz vor Kälte, Wind und Sonne. Reichhaltige Creme und geeigneter Sonnenschutz sind besonders wichtig.

Warum spannt die Haut trotz Creme weiterhin?

Die Creme ist möglicherweise zu leicht, enthält reizende Stoffe oder wird zu selten verwendet. Manchmal braucht die Haut mehr Barrierepflege statt nur Feuchtigkeit.