Petra ist eine antike Felsenstadt in Jordanien und UNESCO-Weltkulturerbe seit 1985. Sie beeindruckt durch in Sandstein gemeißelte Fassaden und ihre Rolle als Handelszentrum der Nabatäer im 1. Jahrtausend v. Chr.
Dieser Artikel richtet sich an Besucher aus Deutschland und anderen Ländern und gibt klare Hinweise, welche Petra Sehenswürdigkeiten und Petra Highlights sich lohnen. Er vermittelt historische Hintergründe, beschreibt Wanderungen und Aussichtspunkte und liefert praktische Tipps zu Tickets und Anreise.
Zu den zentralen Orten gehören das Schatzhaus Al-Khazneh, der Siq Petra als eindrucksvoller Zugang und das Kloster Ad-Deir. Weitere Stationen sind das Römische Theater, die Felsengräber und natürliche Aussichtspunkte wie der High Place of Sacrifice.
Für Foto-Möglichkeiten empfiehlt sich der frühe Morgen oder der späte Nachmittag, wenn das Licht weicher ist und die Besucherzahlen niedriger. Frühjahr und Herbst sind angenehmer als der Hochsommer.
Petra liegt nahe Wadi Musa. Wer nur einen Tag Zeit hat, kann die Highlights sehen; zwei Tage erlauben entspanntes Erkunden. Für Wanderungen ist eine mittlere Fitness sinnvoll, da das Gelände uneben ist und einige Steigungen erfordert.
Was sollte man in Petra sehen?
Petra offenbart auf engem Raum Kunst, Ingenieurskunst und Landschaftsdramatik. Besucher gehen den Weg durch die jahrtausendealten Pfade, entdecken sorgfältig gemeißelte Fassaden und spüren die Bedeutung dieses Ortes für die Nabataeer und spätere Kulturen.
Das Schatzhaus (Al-Khazneh) und seine Geschichte
Al-Khazneh beeindruckt durch seine klassizistische Fassade, die direkt in den roten Sandstein gehauen wurde. Die Al-Khazneh Geschichte reicht ins 1. Jahrhundert v. Chr., als die Nabataeer monumentale Grab- oder Tempelfassaden errichteten.
Die zweistöckige Front zeigt korinthische Säulen, Figurenreliefs und eine zentrale Nische. Die Detailarbeit und der gewaltige Maßstab machen das Bauwerk zum wichtigsten Fotomotiv und kulturellen Symbol Jordaniens.
Wer das Petra Highlights Schatzhaus betrachtet, erlebt das handwerkliche Können der Erbauer und erkennt römische Einflüsse in der Ornamentik. Der Innenraum ist klein, doch die Wirkung der Fassade bleibt groß.
Der Siq: der eindrucksvolle Eingang zur Felsenstadt
Der Siq ist eine etwa 1,2 km lange Felsspalte mit bis zu 80 Meter hohen Wänden. Der enge Durchgang steigert die Spannung bis zum überraschenden Anblick des Schatzhauses.
Im Siq sind Wasserkanäle, Rinnen und Stützmauern der Nabataeer sichtbar. Diese technischen Anlagen beweisen die ausgefeilte Wasserbewirtschaftung und den städtischen Charakter Petras.
Wanderer finden im Durchgang Inschriften, kleine Nischen und abwechslungsreiche Erosionsmuster. Das Gelände kann uneben sein; Pferdekarren sind verfügbar, doch sollten Fußgänger vor engen Stellen und Verkehr achten.
Beste Tageszeiten für Fotos und Besichtigungen
Die beste Zeit Petra fotografieren ist früh am Morgen bei Öffnung. Dann sind weniger Menschen vorhanden und das warme Licht betont Farbe und Tiefe der Fassade.
Später am Nachmittag bis kurz vor Sonnenuntergang liefert goldfarbenes Licht und lange Schatten. Diese Stunden eignen sich für stimmungsvolle Aufnahmen im Siq und vor dem Schatzhaus.
Die Mittagszeit bringt harte Schatten, hohe Temperaturen und viele Besucher. Für Detailaufnahmen kann das Mittagslicht manche Strukturen stärker hervorheben.
Petra by Night bietet eine besondere Atmosphäre mit Kerzenlicht am Schatzhaus. Wer teilnehmen möchte, sollte Termine prüfen und vorab Tickets sichern.
Archäologische Höhepunkte und historische Stätten in Petra
Petra offenbart Schichten von Stadtleben, Religion und Handel. Besucher finden gut erhaltene Bauwerke, Grabfassaden und Reste von Verkehrswegen, die das Bild einer blühenden Nabatäischen Metropole zeichnen.
Das Römische Theater und seine Struktur
Das Römische Theater Petra bietet Platz für mehrere Tausend Zuschauer. Es wurde in den Fels hineingearbeitet und zeigt römische Bauprinzipien verbunden mit nabatäischer Handwerkskunst.
Die Sitzreihen, die Orchestra und das Bühnenhaus sind gut erkennbar. Römische Umbauten nutzten lokale Techniken, was dem Ensemble seine besondere Gestalt gibt.
Das Theater liegt nahe dem Zentralbereich und ist über Treppen und Terrassen erreichbar. Besucher bemerken oft die gute Akustik und wählen die oberen Terrassen als Fotopunkte. Schutzmaßnahmen sind vor Ort zu beachten.
Tombes der Könige und Felsengräber
Die Reihe monumentaler Petrafelsengräber zeigt kunstvoll dekorierte Fassaden. Dazu zählen das Königliche Grab und mehrere korinthisch geprägte Monumente.
Diese Gräber belegen Bestattungsrituale und sozialen Rang der Nabatäer. Ornamente, Säulen und Nischen variieren stark zwischen öffentlichen und privaten Gräbern.
Einige Königsgräber Petra liegen an steilen Pfaden und erfordern Vorsicht beim Aufstieg. Fotografieren ist möglich, Innenräume sind mit Respekt zu betreten.
Altäre, Inschriften und antike Straßen
Auf erhöhten Terrassen findet man Altäre und Opferplätze, die religiöse Praxis der Nabatäer verdeutlichen. Diese Kultstätten bieten oft weite Ausblicke über das Tal.
Nabatäische Inschriften treten neben griechischen und lateinischen Texten auf. Sie liefern Hinweise zu Handel, Verwaltung und religiösen Widmungen.
Die antike Straßen Petra und das Wassersystem zeigen die technische Planung der Stadt. Gepflasterte Wege, Kanäle und Zisternen erklären, wie Petra Bewohnern und Reisenden Wasser und Verkehr ermöglichten.
Laufende Ausgrabungen und Restaurationsprojekte der jordanischen Behörden und internationaler Teams sichern diese Stätten. Besucher sollten Markierungen folgen und schützenswerte Bereiche nicht betreten.
Natürliche Aussichtspunkte und Wanderungen rund um Petra
Petra bietet mehr als das Schatzhaus. Besucher finden hier spektakuläre Aussichtspunkte und Wege, die historische Stätten mit wilden Felslandschaften verbinden. Kurze Pausen an Plattformen geben Zeit für Fotos und Erholung.
Der Weg zum Kloster (Ad-Deir) und Aussichtsplattformen
Der Aufstieg zum Ad-Deir Kloster Petra führt über rund 800 teils in den Fels gehauene Stufen. Der Bau wirkt monumental, vergleichbar mit dem Schatzhaus, steht jedoch höher und bietet eine breite Felsfassade.
Unterwegs eröffnen sich mehrere Petra Aussichtsplattformen mit Panorama über das Wadi. Für Sonnenauf- oder -untergangsfotos ist der Blick vom Kloster besonders lohnend.
Gäste sollten Trittsicherheit zeigen, ausreichend Pausen einplanen und lokale Angebote für Tee und kleine Snacks respektvoll nutzen.
Wanderung zum Hoher Opferplatz (High Place of Sacrifice)
Die High Place of Sacrifice Wanderung führt auf steilen, felsigen Pfaden zu einem kultischen Hochpunkt der Nabatäer. Dort stehen Altäre und Reste ritueller Anlagen.
Der Anstieg ist oft exponiert und erfordert gute Kondition. Die Aussicht reicht weit über Petra und die umliegenden Schluchten.
Bei Hitze sind genügend Wasser und Schutz vor Sonne wichtig. Wind und plötzliche Wetterwechsel verlangen Aufmerksamkeit.
Empfohlene Wanderzeiten, Schwierigkeitsgrade und Ausrüstung
Für das Kloster sollten Wanderer 1–1,5 Stunden pro Strecke einplanen. Die High Place Route dauert 45–90 Minuten je nach Startpunkt. Kombinierte Touren benötigen bis zu 3–5 Stunden.
Das Gelände reicht von moderat bis anspruchsvoll. Treppen und steile Abschnitte prägen den Aufstieg zum Kloster. Die High Place of Sacrifice Wanderung gilt als anspruchsvoller.
- Petra Wanderung Ausrüstung: Festes Schuhwerk mit gutem Profil, Sonnenhut und Sonnencreme.
- Mindestens 1–2 Liter Wasser pro Person, je nach Temperatur mehr.
- Leichte Verpflegung, eventuell Trekkingstöcke für steilere Passagen.
Wetterbericht prüfen, Pausen machen und lokale Hinweise befolgen. Weniger geübte Besucher können Teilstrecken mit Eseln oder Trägern zurücklegen, wobei Komfort, Sicherheit und Tierschutz beachtet werden sollten.
Praktische Tipps für Besucher: Tickets, Führungen und Anreise
Wer Petra besuchen möchte, sollte die Optionen für Petra Tickets im Voraus prüfen. Es gibt Tageskarten, Mehrtagestickets und Kombitickets mit anderen Sehenswürdigkeiten in Jordanien. Preise variieren saisonal und nach Staatsangehörigkeit; ermäßigte Tarife sind möglich. Tickets sind im Besucherzentrum in Wadi Musa erhältlich, teilweise lässt sich online reservieren. Petra Öffnungszeiten ändern sich nach Saison; für Petra by Night gelten eigene Regelungen.
Geführte Touren mit lokalen, lizenzierten Guides bieten großen Mehrwert. Petra Führungen erklären Inschriften, archäologische Details und verborgene Punkte, die allein leicht übersehen werden. Halb- und Ganztagestouren sind verfügbar; Preise richten sich nach Dauer und Gruppengröße. Ein offizieller Guide spart Zeit, verbessert die Orientierung und vertieft das Verständnis der Nabatäerkultur.
Bei der Anreise empfiehlt sich die Route über Amman (Queen Alia International Airport) mit Bus oder Mietwagen; die Fahrt dauert etwa drei Stunden. Alternative Verbindungen gibt es von Aqaba und per internationalem Fernbus. Vor Ort ist Wadi Musa der Ausgangspunkt; wer früh starten will, sollte eine Wadi Musa Petra Übernachtung planen, um mehr Zeit in der Anlage zu haben.
Vor Ort sind praktische Hinweise wichtig: Kleidung sollte respektvoll und für Wanderungen geeignet sein, Bargeld ist in Wadi Musa nützlich, da nicht überall Karten akzeptiert werden, und Trinkwasser dabei haben. Auf Gesundheit und Sicherheit achten, aktuelle Reisehinweise sowie Petra Öffnungszeiten und Einlassbestimmungen prüfen. Besucher sollen die Stätte schützen: keinen Abfall hinterlassen, nichts entnehmen und Sperrbereiche respektieren. Für aktuelle Informationen empfiehlt sich das jordanische Tourismusministerium und das Petra-Besucherzentrum.







